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Die neuen Honoratior*innen für die Alte Schule

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Die neuen Honoratior*innen für die Alte Schule
Ein Arbeitskreis im Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (AHA im GUM e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren – Liebe Nachbarn !

Sie wissen von der beachtenswerten Unterstützung für den Erhalt der Alten Schule im Ortsteil Unteruhldingen, als sich hunderte Einwohner bereits zum zweiten Mal dafür aussprachen das Gebäudeensemble zu einer sozialen wie auch kulturellen Begegnungsstätte zu entwickeln. Schon im Frühjahr 2018 wurden Ideen vorgestellt, die neben einer offenen Begegnungsstätte, die Einrichtung von Arbeitsplätzen, Wohnraum und einen kleinen Shop für eine ganzjährige Nahversorgung vorsehen.

Es sind mehrheitlich die "Ureinwohner" der Gemeinde, wie auch die Mitglieder des Gastgeber Uhldingen – Mühlhofen e.V. und viele andere am Werk. Würde ich alle Unterstützer*innen des Vorhabens nennen, ich könnte viele Seiten nur mit Namen füllen. Seien Sie sicher, dass viele Projekte, von Bürgermeister und Gemeinderäten oft Leuchttürme genannt, nicht unsere Unterstützung fanden und finden.

Die politische Vertretung, leider in gutem Glauben mit Vertrauensvorschuss gewählt, hat sich isoliert und wurde zum Versuchslabor der Misswirtschaft und vielleicht auch Kungelei. Seitens des Bürgermeisters und seiner Gemeinderäte, deren Verkaufspläne seit 2014 strikt abgelehnt werden schlägt uns Ablehnung bis Gleichgültigkeit entgegen. Wir beobachten seit Jahren einen Trend bei Bürgermeister und Gemeinderäten der wie es scheint, von Sorglosigkeit, vielleicht sogar von Verantwortungslosigkeit geprägt ist. Bürgermeister und Gemeinderäten flossen und fließen die Millionen, so scheint es, aus den Händen, als würde Geld auf den Bäumen wachsen.

Bürger lehnen Verkauf klar ab

Es gibt eine Vielzahl sachkundiger Kritiker, wie den ehemaligen Gemeinderat Bruno Bollin, die vehement dafür werben, dem alten Ortskern nicht "die Seele zu rauben", Der Leiter des Pfahlbaumuseums Gunter Schöbel erinnerte im Südkurier: "Unsere Gemeinde wirbt mit dem Slogan ,Kulturerbe am Bodensee´, das steht auf dem Briefkopf und allen Gemeindefahrzeugen. Da sollte man sich auch für das Erbe einsetzen." Der SPD Gemeinderat Wolfram Klaar erinnert: "Ein Verkauf würde die schon fortgeschrittene Gentrifizierung des Ortsteils als Folge von Grundstücksspekulationen weiter befördern", er läßt es aber zuletzt am Willen fehlen, sich nachhaltig für die Interessen der Einwohner einzusetzen.

Vom Bürgermeister vorgestellte Konzepte waren zunächst das "Gemeinsam wohnen im Alter" das eine völlige Neubebauung des Grundstücks vorsah, wobei die Investoren den markanten Giebel nur nachbauen lassen wollten. Finanziert über Kapitalanleger, bedeutet es den weiteren schleichenden Ausverkauf der Gemeinde, die Gefahr einer fehl geleiteten Landesförderung und möglicherweise, wenn die Rendite sinkt und alle Förderung durch Landesmittel ausgeschöpft ist, einen Interessenverlust am betreuten Wohnen zugunsten touristischer Angebote mehr Ferienwohnungen, Zweitwohnsitze oder auch "Airbnb". Keine Zukunft für Einwohner, die ganzjährig Abgaben und zuverlässige Kunden für Handel, Handwerk und Gewerbe sind sowie ihre Steuern und Abgaben vor Ort bezahlen.

Das zweite Konzept: Vater, Sohn und Heiler – eine harmonische Beziehungskiste ?

Der Uhldinger Rechtsanwalt Diether Gmeiner möchte Grundstück und Haus kaufen und so erhalten wie es heute ist, zeigt sich an Profit wenig interessiert, nur ginge es ihm um die Einrichtung einer Musikakademie für und durch seinen Sohn, einem Klarinetten Professor der dort klassische Meisterkurse anbieten soll.
Von dem aber bisher nicht zu hören war ob er das will, ob die Immobilie geeignet ist oder eben später doch nur zur Veranstaltung weniger Kurse im Jahr, durch den EWTC e.V. (ansässig in den Niederlanden) und dessen Trainingswart Ulrich Gössler unter der Bezeichnung Wu Tai Chi Medical Zentrum Bodensee dient. Die Kursangebote findet man im Mitteilungsblatt der Gemeinde bis März 2019. Wie aus dem Buschfunk weiter zu hören war, soll das Grundstück und Gebäudeensemble für einen, man möchte vermuten, Freundschaftspreis von einer Million Euro den Besitzer wechselt, obwohl allen örtlichen Grundeigentümern bekannt ist, dass in dieser besonderen Lage um 1.000 Euro / Quadratmeter, also fast 2 Millionen nur für das Grundstück erzielt werden können.

Das könnte einen Einnahmeverlust in der Gemeindekasse von 950.000 Euro bedeuten, die möglicherweise, zum Teil schon heute dringend und zusätzlich, für Preiserhöhungen bei der Uferpromenade und Finanzierung eines möglichen Jahresverlustes bei der Touristbetriebe Uhldingen-Mühlhofen GmbH kurz TUM, aus dem Jahr 2016 benötigt werden.

Obwohl Bürgermeister und Gemeinderat nicht müde werden, über Sanierungskosten in Höhe von 1,5 Millionen, inzwischen schon von 2 Millionen, zu fabulieren, meint der Kaufinteressent, wenn er das Haus so lässt wie es ist, mit Renovierungskosten von 500.000 bis 700.000 Euro davonzukommen. Wer besonders gute Ohren hat, dem wird ein seit mindestens vier Jahren gezahlte Mietzins zugeflüstert. Sind es wirklich 1.000 Euro monatlich. Wenn es sich dann um Warmmiete handelt, haben möglicherweise auch hier Gemeinderäte und Bürgermeister sorgend ihre Almosen gewährende Hand über das Projekt gehalten? So weit mir bekannt ist, läge der Mietzins einer 5 - Zimmer Wohnung schon bei 1.600 bis 2.000 Euro. Für das gesamte Ensemble bei mindesten 5.000 Euro monatlich. Es sein denn, der Vermieter handelte wie einige große Immobilienkonzerne und unterließ Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten.

Teil des neuen Konzeptes der "Honoratio*innen der Alten Schule" : Hier können Familien nicht nur Kaffee kochen.

Hier können Familien Kaffee kochen. So lautete ein Angebot an zahlreiche Sommerfrischler und Familien die gegen geringes Entgelt heißes Wasser gegen geringe Gebühr erwarben und als Selbstversorger mitgebrachte Speisen und Getränke genießen konnten und so am gesellschaftlichen Leben einer Gemeinde, in Berlin Kiez genannt, teilhaben konnten. Nicht nur, wenn die Wohnung zu klein oder das Wetter zu schön war um im Haus zu bleiben. Diese Tradition möchten die "Honoratio*innen der Alten Schule" aufleben lassen. Der Bedarf ist recht hoch in einer Gemeinde deren Einwohner durch zu hohe Mieten und Kosten für den ÖPNV überdurchschnittlich belastet sind. Als Bestandteil einer Gemeinschaftseinrichtung in der Alten Schule, die eine Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben bietet oder sich an ehrenamtlichen Aufgaben zu beteiligen, wie etwa gelegentlicher Beaufsichtigung von Kindern bei Unterrichtsausfall oder Notlagen durch einen Opa oder Oma Dienst. Während das tägliche Leben in kleinen Apartments, Büro´s auf Zeit und zwei Großraumwohnungen für Wohngemeinschaften in eine kreative Zukunft führt.

Für weitere Informationen: https://www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

Peter Groß
Uhldingen-Mühlhofen, 12.12.2018

 

 

 

 








 


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