Startseite Aktuelles Mitglied werden Links Datenschutz Kontakt


 

Die sympathischen Gemeinschaften aus der Nachbarschaft

 

________________________________________


Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. und Forum Langenargen
Die sympathischen Gemeinschaften aus der Nachbarschaft

Peter Groß (PeG) 13. Juli 2018

Wenn in diesen Tagen die Internationale Bodensee Hochschule ihr bis ins Jahr 2030 dauerndes internationales Spektakel beginnt an deren Ende die Fragen beantwortet sein sollen, ob der Tourismus in der Vierländerregion seine Grenzen erreicht hat und ob womöglich der aktuelle Erfolg bereits die Basis der eigenen Zukunft gefährdet dann wurde ein Budget von rund 1 Million Euro erfolglos an akademische Debattierclubs verteilt. Viele haben ihr Konto gut gefüllt, trotzdem hat sich dann wohl nichts verändert. Lediglich einige Meter Akten mehr stehen in Form akademischer Vorträge in den Archiven der Universitätsbibliotheken oder im Netz.

Immerhin ein Hoffnungsschimmer erleuchtet den Himmel über dem See. Wenn es den deutschen Regionalpolitikern nicht gelingt eine neue Bodensee-S-Bahn auf die Schienen zu bringen oder einen Regionaltarif nach dem Wiener oder Vorarlberger Modell umzusetzen dann fahren alsbald möglicherweise FlixTrain oder FlixBus um den See und versorgen das Hinterland. Meine vom Gastgeberverein und Forum Langenargen begrüßte Anfrage liegt auf dem FlixSchreibtisch in Berlin und wartet gespannt auf eine positive Antwort.

Über das Projekt Bodensee-S-Bahn debattiert man seit 1992 also 26 Jahre ohne Aussicht auf Erfolg. Wenn der Regierungschef Kretschmann und sein grünes Gefolge einen Deal mit MTU ausbaldowern, es ist von einem Hybrid Powerpack die Rede, das in alte Züge mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren installiert werden soll, dann vergessen alle Beteiligten, dass die Bahn heute schon höchste Probleme mit Ersatzteilbeschaffungen für diese Züge hat und viele Berufspendler wegen der bekannten Nachteile auf ihr Jahresticket verzichten. Von fehlendem Bahnpersonal will ich gar nicht erst reden. Da die vorher genannte akademische Diskussion den Bodenseekreis wohl nicht einbezieht, gilt es eigene Anstrengungen auszuweiten.

Gastgeber können schon viele Antworten geben, nach denen in den Universitäten noch bis zum St. Nimmerleinstag gesucht wird. Dazu laden sie die akademische Hochkultur ein, sich in den späten Herbsttagen bei auskunftsfreudigen Gastgebern für die Bodensee Besinnungstage anzumelden und ein Zimmer zu buchen.

Natürlich kennen die Gastgeber jene von Akademikern geprägten Begriffe wie Smorbie, abgeleitete aus Smartphone und Zombie. Trotzdem wurde das Portal www.bodensee-seeferien.com frei gehalten von vielen technischen Spielereien wie etwa dem Belegungsplan. Die Gastgeber sind bekannt für verbindliche Auskünfte, verfügen über ein Smartphone oder eine Internetadresse, sind jederzeit erreichbar, haben aber zunehmend Probleme mit provisionsbasierten Buchungsportalen, die Interessenten den niedrigsten Preis versprechen, es aber unterlassen über die Verfügbarkeit und Kosten zusätzlicher Leistungen zu informieren. Das billigste Zimmer bietet in der Hochsaison eben oft keine Seesicht.Kuranwendungen müssen im Voraus verbindlich gebucht werden, das Personal wird gesondert bestellt und für Sonderkost müssen besondere Pläne erstellt und Einkäufe getätigt werden. Es ist ein verhängnisvoller Irrtum, wenn man glaubt mit der preisgünstigsten Buchung alle Sonderleistungen gratis zu erhalten und am Anreisetag beim Empfang für die kostenlose Erfüllung aller Wünsche eine verbindliche Zusage zu bekommen.

Am Entstehen vieler Probleme tragen inkompetente Mitarbeiter in Verwaltungen und TI eine besondere Schuld, die den Kreis möglichst als Schnäppchen mit kostenlosem Nahverkehr vermarkten. Besonders kurios sind hier zwei als wissenschaftlich basiert bezeichnete Gästebefragungen zu nennen, von denen eine wohl immer noch mit Geheimschutz versehen ist und die zweite im Internet steht: Gästebefragung Institut CR 42 von Prof. Dr. Dobbelstein / Genaue Informationen zum Vorteilprogramm der Gästekarte unter www.sipplingen.de .

Ins Kuriositätenkabinett gehört auch der aus meiner Sicht völlig fehlgeschlagene Auftritt von Frau Prof. Dr. Anja Brittner-Widmann von der DHBW Ravensburg in Immenstaad (vgl. Artikel vom 04.05.2018 in Schwäbische Zeitung: EBC Gegner bekommen in Immenstaad keine Plattform. Erstes Tourismusforum wird gut angenommen / Auswärtige Gastgeber werden ausgeschlossen / Sorgen wegen Datensicherheit.). Daran wird erkenntlich, dass an einer Kreis weiten sachlichen Auseinandersetzung mit wichtigen Entscheidern kein Interesse besteht und die Wissenschaft nur als belehrend und inkompetent wahrgenommen werden kann.

Vom Forum Langenargen, wie auch dem Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. werden im Interesse aller Gäste und Einheimischen die wesentlichen Fragen gestellt und Problemlösungen vorgeschlagen. Die überwiegende Mehrzahl der Vermieter liegt im Bodenseekreis unter der 10-Betten-Regelung und wird in der Statistik gar nicht wahrgenommen. Wie auch die große Zahl von Ferien- und Zweitwohnungen oder Airbnb. Die größten Probleme liegen in der Errichtung von architektonisch fragwürdigen Plattenbauten als Ferien- oder Zweitwohnung, die mit vorgelagerten Garagen, Betonparkzonen sowie hohen Sichtschutzeinrichtungen jede Sehnsucht nach einem ländlich geprägten Flair enttäuschen. Die Zukunft der Region liegt nicht bei wiederholten akademischen Seminaren, da sind alle Fragen längst beantwortet. Die Zukunft liegt in der landschaftlichen Gestaltung, dem Erhalt historischer Bauten, wie etwa den alten Schul-, Gast- und Rathäusern oder auch Bahnhofsgebäuden die in Jahrhunderten gewachsen und Ortsbild prägend sind. Die Zukunft liegt ebenso im Abbau aller
TI – Überkapazitäten, das sind mehr als 75%, zugunsten von Ortsbildgestaltung und Ausbau des ÖPNV als wichtigste Zukunftsaufgaben. Die TI´s verbrauchen zum Nachteil der Gemeinden die gesamten Einnahmen aus Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe ohne belegbare Gegenleistung. Besonders erkennbar wurde die Unfähigkeit der TI´s angesichts
der großen Nachfrage zur Fahrrad-Messe Eurobike. Es gelang nicht Nachfrageorientiert einzugreifen, für einen wirksamen Nahverkehr zu sorgen oder auch über entsprechende Aktivitäten befriedigende Kapazitäten bereit zu stellen. Etwa durch Kapazitätsanfragen bei Gastgebern auch im Hinterland, verbunden mit einem entsprechenden Shuttle-Angebot.

 

 

 

 








 


© Copyright 2018 by Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.