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Und sonntags singt der Männerchor : " When I´m Sixty Four "

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Und sonntags singt der Männerchor : " When I´m Sixty Four "
Peter Groß (PeG) - 17.06.2018. In Erinnerung an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 vor 65 Jahren.

Herr Lamm stellen Sie sich einmal vor, sie stehen vor der Tür des Klub Sixty Four, gestaltet von Uhldinger Ureinwohner*innen, in der Alten Schule. Bruno Bollin reicht Ihnen die Hand, Ihre Augen können sich überhaupt nicht sattsehen an der Pracht dieses Gebäudeensembles, das Sie schon aufgeben wollten und statt "Get Off Of My Cloud" also runter von meiner Wolke singt der Männergesangsverein den Liedtext etwas abgewandelt in Willkommen auf unserer Wolke, frei übersetzt etwa "Come On Of Our Cloud". In einem Multifunktionssaal kann mancher Tourist die Zeit vergessen und ist in den stillen Herbsttagen mehr als eine Woche vor Ort, weil er diese alten Dorfgeschichten aus Spinnstuben und Fischerhütten gern hört, die abendlichen Spaziergänge am See genießt, wobei ihn die vergangenen Ohrwürmer aus dem Smartphone daran erinnern den Akku zu laden, weil manches Lied nach über einem halben Jahrhundert etwas "wackelig" daherkommt. Ich verspreche Ihnen, Sie werden bei manch einem anwesenden Gemeinderatsmitglied Talente entdecken, die Sie sich nie hätten vorstellen können und die jetzt glücklich sind, sich mit Ihnen und uns auf dieses abenteuerliche Vorhaben eingelassen zu haben.

Natürlich hat alles seinen Preis, der ist gegenwärtig nicht einmal höher als die Überlassung des ehemaligen Festsaals, des Anbaus oder Vorraums. Wir brauchen schon etwas Platz um das beginnende Ideenfeuerwerk auf Papier bringen zu können oder die zahllosen Gedanken und Vorschläge der Einwohner zu sammeln und zu präsentieren. Das hat dann wenig mit den Rolling Stones zu tun, eher schon etwas mit einem Konzeptalbum, wie es in den frühen Jahren der Republik Aufmerksamkeit erregte. Das Konzept fußt auf der Basis eines Beatles LP, die "Wir um 64" als Langspielplatte kennen und zielt als Thema auf die Medien-Feuilletons.

Damit möchten der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. Sie und den Gemeinderat an Bord bitten. Gestalten wir gemeinsam das Projekt "Yellow Submarin" (Arbeitstitel). Vieles was in den Metropolen der Welt gelebt wird, kann eine Heimat in der Gemeinde finden. Seien Sie sicher, dass es bereits eine bunte tatkräftige, manchmal auch laute Ortsgemeinschaft gibt, die auch, aber nicht nur, mit wilden Reden und Petitionen um Aufmerksamkeit ringt, sondern, die es in Selbsthilfe und solidarischem Handeln fertig bringen wird, neue Akzente zu setzen. Es gibt viele Praktiker und Baumeister im Ort, von denen der Ortsbaumeister das Kosten sparende Bauhandwerk oder Schreinerhandwerk lernen könnte oder mit deren Hilfe er einfach den Mut findet, sein verborgenes Wissen unbeeinflusst von Interessen gebundenen Einflüsterungen anzuwenden. Ein Haus, das fachgerecht Grundsaniert wurde kann in keinem so elenden Zustand sein, dass eine Instandsetzung eineinhalb Millionen Euro kostet. Dazu möge man sich die anregenden Bilder des Wu-Thaichi Center aus dem Jahr 2018 im Internet ansehen.

Wenn das Konzept auch Wohnungen vorsieht, dann für Menschen mit geringerem Einkommen, in einer für sie finanzierbaren Größenordnung und die dringend Wohnraum benötigen. Selbst bei Start Up Unternehmern, ( Kommunikationsdesignern z.B.) liegt die wöchentliche Arbeitszeit zwischen null und 70 Stunden, das Gehalt als Freiberufler bei 1.250 Euro monatlich. Da hilft nur die Wohngemeinschaft oder ein Miniapartment. Diese Menschen gehören zur wirtschaftlichen Zukunft des Ortes.

Es gibt durchaus Unternehmer mit guten Erfahrungen im Apartmentbau die aus einigen Schalldämmwänden, kleiner Küche, Dusche und Toilette ein Heim zaubern können. Für das Büro zu Hause braucht es heute nur noch wenige Quadratmeter oder einen zeitweise, auch gemeinschaftlich zu nutzenden Gemeinschaftsraum.
Der größte Vorteil liegt wohl darin, das Haus zu einer lebendigen Begegnungsstätte zu entwickeln, die gemeinsame Treffen, Zusammenkünfte und Gedankenaustausch ermöglicht. Ein Ort der Einheimische ermutigt z.B. die Promenade nach eigenen, ökologischen Gesichtspunkten zu gestalten. Weil die bisherige Planung, mit viel Holz und wenig Schatten, zu sehr an einen Hähnchen grill erinnert. Wie lange kann man es wohl bei direkter Sonneneinstrahlung auf den Holzbänken aushalten? Da bedarf es der schützenden Umgebung eines kühlen alten Hauses, das auch bei Regen und Sturm Schutz bietet.

Zunächst wird es also um eine Hausbegehung und Begegnungsstätte für die weitere Planung gehen. Der zur Zeit im Haus beheimatete Wu-Thaichi Verein wird wohl für seine Veranstaltungen nicht den gesamten Gebäudekomplex brauchen. In dem Umfang, wie der Verein sich als International vernetzt bezeichnet, wird es ihm nicht schwerfallen den ortsüblichen Mietzins zu entrichten und einen wichtigen Beitrag für die baulichen Instandsetzung einzubringen. In diesem Zusammenhang freuen wir uns durchaus auf ein harmonisches Miteinander. Weil: Nicht nur die Erde gehört uns allen – auch das Gemeinde- oder Gemeineigentum.

Es ist Bestandteil der Ortschronik, wie Vereine oder auch die Uhldinger Freiwillige Feuerwehr beim Ausbau ihrer Wache Unteruhldingen viele hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit in der Freizeit geleistet oder mit dem erfolgreichen Birnauer Weinfest den Zusammenhalt in der Gemeinde gefördert haben. Bis Neider diese Quellen der Lebensfreude zum Versiegen brachten. Das Engagement der Feuerwehrkameraden aus den Ortsteilen Seefelden, Oberuhldingen und Mühlhofen darf dabei nicht vergessen werden. Sie brachten schließlich gemeinsam höchste Leistungen für den Wohlstand der Gemeinde, über den wir nicht nur die Kontrolle durch den Gemeinderat verlangen, sondern auch den vertrauensvollen Umgang mit Werten, die allen Einheimischen gehören. Dabei freuen wir uns, wenn sich die Wu-Thaichi Gemeinschaft an dieser neuen Aufgabenstellung solidarisch, auch tatkräftig beteiligt, jedoch auch einen ortsüblichen Mietzins entrichtet. Die Möglichkeit einer eigenständigen Förderung aus öffentlichen Mitteln für zweckgebundene Projekte besteht für alle Vereine unvoreingenommen und gleichberechtigt.

Meine Anfrage zu den Mieterlösen wurde leider noch nicht beantwortet und das Thema bedarf einer dringenden öffentlichen Klärung, auch durch den Gemeinderat. Schließlich liegt hier ein wesentlicher Grund des Problems. Erneut soll ein Grundstück mit Unterstützung des Bürgermeisters scheinbar unkontrolliert und übereilt zum Verkauf auf den Markt geworfen werden. Es wäre wieder einmal ein verlustreicher Verkauf zum Nachteil der Gemeindekasse und es ist nicht nachvollziehbar, dass die bisherigen Mieteinnahmen nicht ausreichten um das Haus wenigstens Instand zu halten.

Es gibt zahllose Beispiele, wie ordentliche Immobilien der Öffentlichen Hand auf dem Papier zu Verlustbringern degradiert wurden, um sie dem Gemeineigentum zu entziehen. Ich meine Uhldingen-Mühlhofen sollte von Immobiliendeals verschont werden, die nicht nur das über Jahrhunderte gewachsene Ortsbild unwiederbringlich zerstören, sondern auch das wichtige, soziale Gleichgewicht gefährden. Man muss berücksichtigen, dass bei einer älter werdenden Bevölkerung der Weg z.B. in die Gemeindebücherei schwer fällt. Eine Medienausgabestelle im Alten Schulhaus wäre hilfreich. Vielen wird bei sinkenden Renten auch das Fahrtentgelt (4,40 Euro) fehlen. Zu beachten ist, dass viele Ziele nur nach längeren Fußwegen erreichbar sind. Es gehört sich nicht, dass ein liebenswerter, feiner aber kleiner Ortsteil so schäbig und unüberlegt seinem Schicksal überlassen wird. Schon aus dem Grund, dass er für den größten Teil touristischer Einkünfte verantwortlich ist.

 

 

 

 








 


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