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"Weil ich ein Mädchen bin" - das reicht uns nicht !

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"Weil ich ein Mädchen bin" - das reicht uns nicht !
Peter Groß (PeG) für das Forum Langenargen und Gastgeber Uhldingen - Mühlhofen e.V. 14.05.2018

Die Bevölkerung besteht zu 50 Prozent aus Frauen. Das Frauennetzwerk "BoRa" wünscht das für Gemeinderäte.

Im Forum Langenargen sucht man andere Wege, weil das bei vielen Mandatsträgern mit dem Demokratieverständnis, dem Dialog mit den Bürger*Innen und dem heute notwendigen Engagement für soziale Themen nicht klappt.

Wenn Frau Heimpel (SPD) nur für Friedrichshafen Interesse zeigt und zu Kreisangelegenheiten schweigt oder Frau Christa Hecht - Fluhr (Grüne), die als Schirmherrin der BoRa Initiative bereits im Kreisrat sitzt, aber zu den wesentlichen Kreisthemen schweigt, wie dem skandalösen Finanzgebaren um die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT), dann bleibe ich mit meinen unbeantworteten zahllosen Anfragen ratlos zurück.

Was hilft es, wenn in Friedrichshafen, Frauen, Herren- und Damenschuhe in Laufrichtung des Rathauses aufstellen, obwohl die Häfler Frauenquote mit 37,5 % recht hoch ist, aber inzwischen alle engagierten Menschen im Kreis wissen, dass am Ende des Regenbogens kein Goldtopf, sondern bestenfalls eine ungeleerte Restmülltonne steht.

Für Obdachlose wohl nicht einmal das. So lebt eine Frau mit drei ihrer fünf Kinder seit einem Jahr in einer von Schimmel belasteten Wohnung. Die Schwäbische Zeitung berichtete 3 Tage nach Weihnachten von dem desolaten Zustand der Häuser Eintrachtstraße 18 und 22 in Friedrichshafen. Aber auch nach einem Bericht der SZ vom 12. Mai 2018 hat sich bisher nichts geändert, wie ein Vater bekräftigt, der mit Lebensgefährtin und einem vier und sechsjährigen Sohn in einer Horrorbude auf 38 Quadratmetern kampieren muss und in dessen Wohnung ein ärztliches Schreiben verschimmelt, dass beiden Kindern als mögliche Ursache für häufig schwere Infekte die Wohnsituation nennt. Den Aufruf zu mehr Rücksicht für obdachlose Menschen fand ich im Forum Langenargen:"Zum Thema bezahlbaren Wohnraums", E.M., 02.05.18 oder "Mündige Bürger ernst nehmen", Elke Krieg, 26.04.2018. Beide Beiträge und weitere Artikel in Bürgermeinungen 2018 auf www.forum-langenargen.de .


Damit wir uns nicht falsch verstehen, von Bundes- bis Gemeindepolitik soll und muss das politische Geschehen von Frauen gleichberechtigt mitgestaltet werden. Auch wenn unsere Bundeskanzlerin den Beinamen Kohls Mädchen, gleich einem Adelstitel, scheinbar gern trägt. Es gibt viele leuchtende Beispiele wie die Frauen Krieg oder Pfleiderer (Langenargen) oder Kessler - Willibald (Oberuhldingen) die gegen Kumpanei und Vetternwirtschaft ins Feld zogen, weil es ihr Rechtsverstand forderte. Die Frage bleibt, warum es Gemeinderätinnen wie Falch (Grüne), ihren Ehrenamtskolleginnen Breyer (CDU), Reiß ( Langenargen ) und Hecht - Fluhr ( Kreisrat ), schwer fällt, ein Wirtschaftlichkeitsgutachten zur DBT zu fordern.

Hier ist die Frage offen, warum das GEIOS - Sachvermögen, von Steuerzahler*innen finanziert, nach der Übernahme durch die Hochschwarzwald Tourismus scheinbar "unauffindbar" ist. Aber auch, wie es um das demokratische Empfinden von zufällig anwesenden Gemeinderätinnen beim 1. Immenstaader Tourismusforum, der Leiterin der Tourist Info Stegmann und der Vortragsleiterin Prof. Dr. Brittner – Widmann bestellt ist.

DBT Geschäftsführer Enrico Heß, verkündete in Immenstaad einen wirtschaftlichen Verlust von 576.000 Euro für 2017 und schon waren weitere Fragen und Antworten unerwünscht.

Weit vorher unterstützte der Kressbronner BM Daniel Enzensberger die BoRa Frauen mit einem Appell, dass vor allem Frauen unter 40 sich einbringen und die Schwäbische Zeitung überließ die redaktionelle Berichterstattung mit Foto der Lobbyvereinigung ( Christa Hecht – Fluhr: "Frauen müssen Frauen wählen", Schwäb. Zeitung 25.10.2017).

Ich nenne das Alters diskriminierend und Taktlos, verzichtet er doch auf Uneigennützigkeit und den unbedingten Vorteil der Altersweisheit junger Frauen, die nur an Jahren älter sind. Ich möchte allen Menschen an dieser Stelle Mut machen die nächsten Sitzungen der Gemeinderäte von Langenargen bis Bodman – Ludwigshafen zu besuchen, Fragen zu stellen, viel Spaß dabei zu haben und sich nicht zu scheuen sich als Kandidat*in für den Gemeinderat aufstellen zu lassen.

Abschließend möchte ich auf Luci van Org zurückkommen, die mit der Band Lucilectric den eingangs genannten Ohrwurm "Mädchen" in Umlauf brachte. Mit inzwischen 47 Jahren gehört sie, wenn man BM Enzensberger beim Wort nimmt, zu denen, die sich für eine Wahl nicht eignen. Da scheint es zu passen, dass sie sich neuen Projekten zugewandt hat, wie dem e-Pop Duo Meystersinger, deren letztes Album "Haifischweide" 2014 erschien. Da feierte die DBT Datenkrake heimlich den ersten Geburtstag. Vielleicht gibt es mit "Krakentango" eine Fortsetzung, wenn bis dahin die Zeit reicht. Sie arbeitet u.a. für NENA (58), Nina Hagen (63) oder im Duo Meystersinger mit Roman Shamov.

Wem so viel Energie Mut macht, könnte in Versuchung kommen und die Liedzeile etwas aktueller gestalten. "Komm doch mal rüber Krafft und setz dich zu mir hin, weil ich ein Mädchen bin, ein altes Mädchen bin, keine Widerrede Krafft, weil ich ja sowieso gewinn, weil ich ein Mädchen bin ..."

Das singen vor oder nach Gemeinderatssitzungen soll übrigens immer noch nicht verboten sein. Wer in irgendeiner Form den Wunsch spürt, der Jugend ein Geschenk zu machen, sollte sich aufgerufen fühlen ein Bündnis mit dem Forum Langenargen einzugehen, sich durch GemeinsamLA@web.de aktuell informieren lassen, als unabhängiger Kandidat für die nächsten Wahlen das Gespräch suchen. In Kürze wird es auch aus dem Kreis der Unterstützer des Gastgeber Uhldingen – Mühlhofen e.V. eine neue Initiative für die weiteren Gemeinden des gesamten Bodenseekreis geben. Es gibt inzwischen zu viele Menschen, die ein "Weiter so" nicht mehr dulden wollen.

 

 

 

 

 








 


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