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Jetzt sagen alle EBC und eCard-Nein-Danke

 


Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht auch noch zu trinken.
Erich Kästner

Jetzt sagen alle EBC und eCard-Nein-Danke

Das Gruppenbild mit Dame war an diesem Tag unvollständig. Es fehlt Enrico Heß, der Vertreter der Deutschen Bodensee Tourismus und die Karten waren gelb statt blau. Es schien, man hatte sich still verabschiedet von der EBC. Für die Fahrgäste gibt es bereits ein neues Problem, die Kontoauszüge müssen am Feierabend sehr sorgfältig kontrolliert werden. Wenn man aus irgend einem Grund das Check out versäumt, bezahlt man bald für das gesamte Netz, also für 8 Zonen den höchsten bodo – Tarif. Das sind 6,70 Euro. Bis 19 Fahrten gibt es 10% Rabatt, ab 20 Fahrten 20%. Die Einzelfahrt kostet bei 20 Fahrten nur noch 5,36 Euro für eine Wegstrecke. Es geht um die bodo eCard.

Die neue eCard bedient sich zunächst einmal rücksichtslos vom Bankguthaben der Gelegenheitsfahrer. Das kann schnell zu einer Kontoüberziehung führen, eben weil das alles still und ohne Vorwarnung oder Rechnungsstellung durch den bodo Verkehrsverbund geschieht. Wann immer das Guthaben auf der eCard unter fünf Euro sinkt – bodo bucht ab und zwar ohne Limit. Wenn ein Fahrgast, sagen wir zwanzig Mal, das Check out verpasst hat, weil es jetzt im Bus piept wie in einer Zoohandlung, dann fehlen auf dem Konto 107,20 Euro.

Wie erklärt man es einem Kundenberater, dass man an drei Tagen in der Woche nur von Eriskirch Einkaufszentrum nach Langenargen, Lindauer Straße gefahren ist und wegen der vollen Einkaufstüten die eCard nicht optimal zum Check out an das Lesegerät halten konnte. Ein schriller Ton war zu hören, kam aber wohl aus einem anderen Lesegerät. Damit steigt der Preis von 2,10 Euro auf 6,70 Euro pro Fahrt.

Dabei begann alles ganz harmlos. Die Gelegenheitsfahrer bestellten für zwei Euro die neue eCard, gaben ihre Bankverbindung an und erteilten eine Erlaubnis für unbegrenzte, wiederholbare Abbuchungen. Damit gaben sie bodo zunächst einen zinslosen Kredit in Höhe von mehr als 15 Euro auf unbestimmte Zeit, nachdem sie schon zwei Euro für die Karte bezahlt hatten.

Warum es nicht möglich war, die eCard gegen die alte bodoCard, für die man ja einmal einen Euro bezahlt hat zu tauschen, das hat seine Ursache wohl an der permanenten Geldgier des teuersten Verkehrsverbundes in Baden-Württemberg.

Nach Pressemitteilungen haben die für bodo fahrenden Verkehrsunternehmen sechs Millionen Euro, das Land weitere zwei Millionen und der Bodenseekreis mit Ravensburg zusammen nochmals zwei Millionen investiert. Hinzu rechnen muss man die Millionen Euro aus Landes-, Gemeinde- und Kreiskassen als Darlehen, Gesellschaftereinlagen sowie Tourismusabgaben oder Zuschüsse an die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH geflossen sind. Bis heute ist es bodo nicht möglich eine saubere, ordentliche Fahrgastbeförderung zu ermöglichen. So sorgen überfüllte Waggons auf Bahnhöfen für Chaos und Ärger und es ist unverantwortlich, dass man hunderte Fahrgäste täglich zwingen will auf den Bahnhöfen eine Stele für das Check in oder Check out aufzusuchen. Im Großraum Stuttgart versucht die DB, den Zorn der Fahrgäste durch Ablasshandel zu besänftigen, so sollen Jahres- Abo-Kunden einen Gutschein in Höhe eines Monatsbeitrages bekommen. Von bodo gibt es bisher nicht einmal den Versuch einer Entschuldigung. Fortsetzung folgt.

PeG – 15.10.2017

 

 

 

 

 








 


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