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Information an die Gastgeber in der Region des Bodenseekreises 

 


Uhldingen-Mühlhofen, 27.06.2017

Kritische Berichterstattung ist ein fundamentaler Bestandteil demokratischer Willensbildung

 

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Mit einem Rundbrief an die Gastgeber in der Region der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH beklagt sich die DBT, dass einige Wortführer (hier wurden beim Versenden des Rundbriefes namentlich das Forum Langenargen sowie der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. genannt) mit Gegenpositionen zur EBC eher übereinander statt miteinander reden.

Diese Gelegenheit miteinander anstatt übereinander zu reden, hat die DBT bei ihren EBC-Verkaufsveranstaltungen selbst verhindert, indem kritische Fragen seitens der Gastgeber von der DBT entweder nicht beantwortet oder laut übertönt wurden. Damit haben nicht wir sondern die DBT mit ihren intransparenten Informationen die Gastgaber im höchsten Maße verunsichert.

Wir, der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., haben deshalb unseren Verein vor allem mit dem Ziel gegründet, dass nicht über die Köpfe der betroffenen Gastgeber hinweg Entscheidungen von Landräten, Kreisräten, Bürgermeistern und Gemeinderäte getroffen werden, welche die Gastgeber (die die Hauptlast im Tourismus tragen) danach nur zu akzeptieren und ungefragt umzusetzen haben und das im Zeitalter der Demokratie!

Da die DBT GmbH in ihrer Rechtsform "GmbH", als rein privatrechtlich (HGB und GmbH-Gesetz als Grundlage) gegründet wurde, zeigt, dass hier bewusst eine allgemeine Rechtsform gewählt wurde.

Die Gründer und Gesellschafter der DBT GmbH sind zwar Landkreise und Kommunen, sie haben sich aber offensichtlich willentlich für die Rechtsform einer GmbH entschlossen.
Die Entscheidungsgründe entziehen sich unserer Erkenntnis, jedoch wird in aller Regel diese Rechtsform gewählt, um am wirtschaftlichen Geschäftsverkehr einschließlich Gewinnerzielung teil zu nehmen und um evtl. Haftung auszuschließen bzw. zu beschränken.
Das Deckmäntelchen "öffentliche Hand" hier von der DBT hervor zu heben, ist schlichtweg mit den Fakten (einer privatrechtlich organisierten GmbH) nicht in Einklang zu bringen.

Sehr befremdlich ist die Tatsache, dass die öffentliche regionale Presse anscheinend unsere nachprüfbaren Berichte, Pressemitteilungen, offene Briefe etc. schlichtweg ignoriert (wir haben nachprüfbare Kenntnisse hinsichtlich Interessenskonflikte Auftraggeber/Auftragnehmer).

Der Gastgeberverein mit seinen Mitgliedern schließt deshalb diese Informationslücke mit nachprüfbaren Fakten und Hinweisen, indem er durch Veröffentlichungen auf der vereinseigenen Home-Page für Transparenz sorgt.

Der Bodenseekreis ist mit 70% maßgeblich an der DBT beteiligt.
Deshalb wiederholen wir gerne das Zitat des Landrats: "Ich werde die Einführung der Echt Bodensee-Card ohne wenn und aber durchsetzen."
Wir fordern den Landrat deshalb ausdrücklich auf ohne wenn und aber Stellung zu den im offenen Brief gestellten Fragen zu beziehen. Der Offene Brief anbei (s.u.)

Wegen der großen Resonanz und der Vielzahl von zustimmenden Kommentaren betroffener Gastgeber sehen wir uns mit unserer Arbeit und unseren Informationen voll bestätigt und werden deshalb auch weiterhin größten Wert auf eine unabhängige und nachprüfbare Berichterstattung ganz im Sinne der Pressefreiheit legen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand
Herbert März, Gästehaus, Auf der Höhe 10
Christoph Birkenmayer, Hotel Fischerhaus
Manfred Maier, Camping Seeperle

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

 

 

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Offener Brief an Herrn Landrat Lothar Wölfle sowie an die Kreisräte des Landkreises Bodenseekreis

 

Sehr geehrter Herr Landrat Wölfle,

in der Auseinandersetzung über die Einführung der „Echt Bodensee Card“ EBC sieht der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (GUM) im Sinne des öffentlichen Interesses es geradezu als seine Verpflichtung an, dass Sie gegenüber der Öffentlichkeit zu nachfolgenden Fragen im Zusammenhang mit der Einführung der Echt Bodensee Card Stellung beziehen.
Wir beziehen uns mit unserem offenen Brief an Sie, mit der Bitte auf die von  gestellten Fragen, welche sich im Zusammenhang mit den relevanten Auszügen des Gesellschaftervertrages der DBT sowie aus dem relevanten Auszug aus dem Betrauungsakt ergeben, zu beantworten.

Deutsche Bodensee Tourismus GmbH
 Gegenstand des Unternehmens
5. Öffentlicher Zweck (Beteiligungsbericht)
    Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne 
    der Gemeindeordnung BW bzw. der Landkreisordnung von Bayern.

§ 1 Sicherstellungsauftrag (Betrauungsakt)

  • Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie sind die Landkreise und Kommunen zur kommunalen Wirtschaftsförderung berechtigt. Diese zur kommunalen Daseinsvorsorge zählende freiwillige kommunale Aufgabe zielt darauf ab, durch Schaffung und Verbesserung der Standortbedingungen der Wirtschaft das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den Kommunen zu sichern oder zu steigern. Zur kommunalen Wirtschaftsförderung in diesem Sinne gehört auch das Tourismusmarketing durch die Landkreise, Städte und Gemeinden.
  • Zitat aus dem Beteiligungsbericht 2015 Bodenseekreis: Obwohl die Bodenseeregion zu den beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands zählt, hat das Thema „Buchbarkeit" (Online Buchbarkeit) bei vielen Vermietern nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich rund 15% der Betriebe sind online buchbar. Da der Trend immer mehr zu schnell und einfach buchbaren Unterkünften über das Internet geht, stellt das Thema „Aufbau einer

 Vertriebsplattform" für die DBT ein prioritäres Ziel dar. Zusammen mit einem Berater

(WIIF: Herr Feustel) wurde 2014 eine Vorgehensstrategie entwickelt, mit dem Ziel für 2015 eine Buchungsplattform über die neue Homepage www.echt-bodensee.de anbieten zu können. Aufgrund eines Aufkaufs (hier durch HRS siehe auch Firmengeflecht) des ausgewählten Anbieters (Holiday Insider) muss noch abgewartet werden, ob die Strategie, wie definiert, umgesetzt werden kann oder nicht. Für 2015 wird eine Umsetzung angestrebt. Die Umsetzung ist erfolgt!!!

Vor Gründung der DBT gab und gibt es schon lange Buchungsplattformen wie www.bodensee.de  www.bodensee.com  um nur einige davon aufzuzählen

 

    1. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat die Einführung der Echt Bodensee Card (damit nach der Kartenkonzeption kalkuliert mit einem Euro der Tourist Bus und Bahn fahren kann)  mit dem Aufbau einer Buchungsplattform zu tun?
    2. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das Firmengeflecht, in welches die DBT als Buchungsportal-Vehikel eingebettet ist, mit der kommunalen Daseinsvorsorge zu tun?
    3. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum hat die DBT eine Buchungsplattform www.echt-bodensee.de  mit dem Ziel etabliert, Buchungsanfragen automatisch an das Portal http://bodensee.holidayinsider.com/ weiter zu leiten?
    4. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Können Sie der Bevölkerung des Bodenseekreises erklären warum die öffentliche Zweckentfremdung von Geldern zugunsten marktführender Buchungsportale, die u.a. davon leben, dass einer Beteiligung am Gewinn aus den Aufträgen (Provision) zu Lasten des Gastgebers fällig wird, gefördert wird?
    5. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Sind Sie der Meinung, dass mit der Verbindung der DBT und dem aufgezeigten Firmengeflecht damit das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den Kommunen gesichert wird?
    6. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Ist es nicht viel mehr so, dass das wirtschaftliche Wohl mehr den marktführenden Buchungsportalen als den Gastgebern zugutekommt?
    7. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass mit  der Normenkontrollklage beim VGH gegen die Gemeinden Uhldingen, Hagnau, Sipplingen und Langenargen die Wiedereinführung der papiernen Meldescheine erreicht wurde?
    8. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass die privaten Gastgeber aus Langenargen, stellvertretend für die überwiegende Mehrheit der Vermieter der genannten Gemeinden eine weitere Normenkontrollklage beim VGH angestrengt haben. Aus Sicht der Gastgeber fehlt die Rechtsgrundlage.
    9. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Ist es jetzt nicht endlich an der Zeit, den vielen privaten Vermietern von Ferienwohnungen und Zimmern im Bodenseekreis zu erklären (welche vehement gegen die Einführung der EBC Karte sind), was das Firmengeflecht, bestehend aus den Firmen WIIF (Geschäftsführer Herr Feustel und Herr Wendorf) und Firma GEIOS (Geschäftsführer Herr Feustel und Herr Frischkorn sowie dem Aufsichtsrat Herr Wendorf), die Holiday Insider ( mit Herrn Frischkorn) und nicht zuletzt HRS, welche die Holiday Insider laut Bundesanzeiger aufgekauft hat, zu bedeuten hat?
    10. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das genannte Firmengeflecht mit der Einführung der Echt Bodensee Karte zu tun?
    11. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das Firmengeflecht mit dem ÖPNV bzw. mit bodo zu tun?

    12. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum nehmen Sie den Tourismus als Vehikel, um die Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern?

    Hinweis an Herrn Landrat Wölfle: das Argument, die Touristen von der Straße weg zu bekommen, kann nicht überzeugen. Die Tatsache, dass beispielsweise die B31 auch im Winter Stau-Probleme, sowie weiterhin eine hohe Unfallträchtigkeit aufweist, ist nachweislich belegbar.

    13. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird den Gastgebern nicht schriftlich zugesichert, dass sie a) zu 100% keine Haftung für den Datenschutz übernehmen müssen und b) dass zu 100% keine Daten ihrer Gäste an Dritte weiter gegeben werden?

    14. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird den Gästen, damit sie überhaupt die EBC (Echt Bodensee Card) bekommen können, eine Zustimmungserklärung abverlangt?                       

    Im Gegensatz dazu wird der Gast weder bei der Konus- noch bei VHB Karte zu einer Zustimmungserklärung genötigt. Mit diesen Karten kann es keinerlei Datenschutzprobleme geben.

    15. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Wie erklärt sich die Tatsache, dass die EBC in vier Gemeinden eingeführt ist, die Karte bei Testfahrten und explizierten Nachfragen bei Bus- und Zugbegleitern, nicht kontrolliert werden kann?

In Erwartung Ihrer zeitnahen Stellungnahme verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen  

Herbert März
Christoph Birkenmayer
Manfred Maier

Anlage

 


 

Den Offenen Brief als PDF Datei finden Sie hier

Offener Brief an Herrn Landrat Lothar Wölfle sowie an die Kreisräte des Landkreises Bodenseekreis

 

 

 








 


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