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Statt EBC: Zuverlässiger Fahrplan zuerst !

 

 

Statt EBC: Zuverlässiger Fahrplan zuerst !

Der Fahrgastverband Pro Bahn bezeichnete das Nahverkehrsangebot am Südufer des Bodensees, in einer Medienmitteilung des Jahres 2005, als weitaus attraktiver als das der Gürtelbahn. In Sachen Infrastruktur, Fahrplan, Tarif und Fahrzeuge sah Harald Sauter, Mitglied von Pro Bahn, einen Rückstand von 20-25 Jahren. Nach der Vergabe an zwei private Anbieter im Stuttgarter Netz, Abellio und Go-Ahead sank der Preis pro Zugkilometer von 11 Euro auf unter 6 Euro. Dazu sprach Minister Hermann von einem aus seiner Sicht "sensationellen Ergebnis", denn die neuen Preise sind deutlich günstiger als die bisherigen, die im Verkehrsvertrag mit der DB Regio ausgehandelten. Der Zuschussbedarf des Landes reduzierte sich von 11,69 Euro auf weniger als die Hälfte.

Wer für eine Schülermonatskarte von Uhldingen-Mühlhofen nach Markdorf, drei Zonen, monatlich 58,80 Euro bezahlen muß, kann die Bodenseekreis- SPD nur schwer verstehen, wenn sie die Einführung der Echt Bodensee Card so vehement unterstützt, damit Touristen das Gesamtnetz für einen Euro, ganztägig nutzen können. Für Schüler gilt z.B. der Tagestarif für das Gesamtnetz erst ab 13.30 Uhr. Zusatzkosten entstehen, bei von der Strecke abweichenden Fahrten, vor 13.30 Uhr.

Es ist bisher völlig unklar, wie bodo die Mehrfahrten von Touristen finanzieren will. Bruttoeinnahmen von 75 Cent können nicht Kosten deckend sein, bei einem Fahrgastzuwachs durch Touristen von 49% aller Übernachtungen. Der Echt Bodensee Bus hat ein Platzangebot von stündlich 53/88 Sitz-/Stehplätze (MAN) oder 43/42 Sitz-/Stehplätze (Setra). Die Zustände auf der Bahn sind wohl allen Fahrgästen bekannt.

Wir wünschen uns eine nachvollziehbare Offenlegung der Kosten, weil es unverständlich bleibt, dass der deutlich größere Verkehrsverbund Freiburg einen Jahrestarif von 555 Euro anbieten kann. Auch der, von der SPD besuchte, Vorarlberger Verkehrsverbund ist nochmals deutlich preisgünstiger mit 365 Euro. Aus diesem Grund gab es in Österreich den Fahrgastzuwachs von 46% ganzjährig. Wie kann man der Umwelt besser dienen.

Der Südkurier schrieb: "die SPD-Fraktionen im Kreistag und im Häfler Gemeinderat machen weiter Druck, damit die miserablen Zustände auf der Bodenseegürtelbahn abgestellt werden. Und weiter: Für die SPD sei das Thema Neuvergabe damit nicht vom Tisch, so Zeller. Schließlich zeigen Österreicher mit ihrer ÖBB und die Schweizer mit ihrer SBB, wie Bahnverkehr kundenfreundlich betrieben wird. Schon am15.12.2016 verkündete Minister Hermann: "Durch die Bestellung längerer Fahrzeuge schaffen wir 30% mehr Sitzplätze." Damit wird in Netz 1 der Anteil der Stehplätze in der Hauptverkehrszeit von 20 auf 10%, bei besonders stark nachgefragten Zügen von 33 auf 20% verringert. Bei Fahrzeiten über 15 Minuten sollen künftig alle Passagiere einen Sitzplatz bekommen. In vorigen Beiträgen haben wir über moderne Busse und Bahnen im Großraum Stuttgart berichtet. Wegen der Unpünktlichkeit auf der Filstalstrecke hat die DB kürzlich Erlebnisgutscheine im Wert von 40 Euro verteilt. Der Gesamtwert lag bei 400.000 Euro. Im Bodenseekreis gab es nichts vergleichbares.

Wo bitte ist das Engagement der SPD für die Einheimischen? Warum gibt man, vermutlich größere Beträge, für eine Festveranstaltung am 1. April, für die Erfolgreich genannte Einführung der Echt Bodensee Card aus, wenn diese nicht ohne Kreisdarlehen in Millionenhöhe auskommt?

Wir vermissen die Durchsetzungsfähigkeit der SPD beim Thema mehr Platz in Bahnen und Bussen. Wenn man nicht so Problemblind wäre, könnten die Verantwortlichen erkennen, dass Schüler sehr unter der bedrückenden Enge leiden und gesundheitliche, aber auch schulische Nachteile hinnehmen müssen. Eine SPD-Probefahrt mit vollem Schulrucksack könnte das Verständnis für die kleinen Mitmenschen vertiefen. Eine Strecke von Meersburg bis Friedrichshafen ab etwa 7.00 Uhr oder im Stadtverkehr Friedrichshafen sorgen bestimmt für einen enormen Erkenntnisgewinn.

Die Einladung zu unserem Treffen (nicht Mitgliederversammlung) am 03.04.2017, 19 Uhr im Uhldinger Hof, sollte einem Gedankenaustausch dienen und wir meinen, wer kommen wollte könnte problemlos, ohne Frackzwang, teilnehmen und seine freie Meinung ohne Fraktionszwang sagen. Manche mögen das basisdemokratisch nennen, andere die Tugend freier Rede begrüßen. Wir leben in einem Rechtsstaat, setzen uns für einen demokratischen Rechtsstaat des freien Willens und der freien Redekultur, auf dem Boden des Grundgesetzes, ein.

Der Rechtsweg hat Mitbürger*innen wegen fehlender Mitwirkungsrechte, die das nach ihrer persönlichen Meinung, Unrechts- und Datenraubprojekt Echt Bodensee Card nicht zulassen möchten, bisher etwa 9.000 Euro gekostet. Geld das aus versteuertem Einkommen aufgebracht wurde und einem brutto Arbeitseinkommen von etwa 27.000 Euro entspricht, weil es Steuer- und Abgabenanteile enthält. Dazu kommen die Ausgaben für Kosten der Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein bescheidener Betrag angesichts des Lobbyaufwand von Verkehrsverbund, Kreistag und Deutsche Bodensee Tourismus.

Beginnend mit dem 03.April 2017 werden wir zur statistischen Auswertung und für, nach unserer Meinung mögliche Entschädigungsforderungen, Mängelanzeigen ausgeben. Zur Durchsetzung eines besseren öffentlichen Nahverkehrs, damit sich Fahrgäste im Bodenseekreis, vielleicht auch an Erlebnisgutscheinen freuen können. Sowohl Touristen, die vermutlich keine Freifahrt bekommen, etwa weil sie nur eine Nacht bleiben oder auch die Unterschrift aus persönlichen Datenschutzgründen verweigern, sollten den Einheimischen gleichgestellte Forderungen erheben können. Auch wenn diese Ansprüche von Rechts wegen nicht verbindlich sind, werden sie sicher die Achtung vor dem Fahrgast fördern, einen Denkprozess für demokratische Mitwirkung, Sparsamkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln und das Angebot eines zuverlässigen Fahrplans fördern.

 

Den obigen Text als PDF Datei finden Sie hier

Statt EBC: Zuverlässiger Fahrplan zuerst !

 

 








 


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