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Winfried Herrmann's Narrenfahrplan

 

 


Gastgeber Uhldingen Mühlhofen e.V. (GUM e.V.)
15. März 2017

 

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich der Fahrplan oder er bleibt wie er ist. Der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (B90/Die Grünen) hat gekräht, es wäre ihm am liebsten, wenn Verkehrsminister Winfried Hermann (B90/Grünen) die Deutsche Bahn (DB) wegen der Missstände auf der Bodenseegürtelbahn abmahnen würde. Martin Hahn hat wohl erfolglos gekräht hat und von einigen Kreispolitikern ist nicht einmal ein Gackern zu vernehmen. Nur die SPD und Norbert Zeller scheinen für Besserungen zu kämpfen.
Alle anderen verharren angesichts der großen Probleme in Schockstarre. Jetzt hat die DB ihren Narrenfahrplan für den Zeitraum vom 20. Februar bis 7. April vorgestellt. Zusatzbusse sollen zwischen Markdorf und Friedrichshafen eingesetzt werden.

Wieder einmal müssen wir den Bezug zur Echt Bodensee Card (EBC) herstellen, denn ab Saisonbeginn April, können alle Touristen aus Langenargen, Sipplingen, Eriskirch und Bodman-Ludwigshafen mit Bahnen und Bussen im Verkehrsverbund bodo kostenlos unterwegs sein und auch noch, ab 9.00 Uhr, ein Fahrrad mitnehmen. Dazu kommt, dass die Brückentage vom 7. April bis 23. April mehr Touristen als sonst locken, von denen nach einer Umfrage des Landratsamt 50% der Gäste den kostenlosen ÖPNV nutzen würden.

Angesicht der Folgen fordern wir, nicht nur aus Datenschutzgründen, das Projekt EBC der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH zu beenden und einen leistungsfähigen Nahverkehr einzurichten, für den auch Touristen einen solidarischen Aktionspreis bezahlen. Als Kurkarte Umwelt Plus könnte das Einzelticket für einen Tagespreis von 3.00 Euro, Familienticket 6 Euro oder Gruppenticket 10 Euro pro Tag abgegeben werden, bei einem gleichzeitigen Erwerb für alle Aufenthaltstage und mit Geltung für das Gesamtnetz.

Das Hauptproblem des ÖPNV besteht nicht in mangelnder Akzeptanz und so haben unsere Nachbarländer einen Innovationsvorsprung zwischen zehn und 30 Jahren. In Baden-Württemberg liegt das Problem vorwiegend darin, dass die Autolobby mit größtem finanziellen Aufwand den Ausbau des Bahnverkehrs verhindert hat. Autolobbyisten wie Grube oder Pofalla waren oder sind keine Garantie für Innovationen im Bahnbetrieb. Ihr Credo lautet immer noch Auto vor Bus und Bus oder Lastwagen vor Bahn. Obwohl kein Busverkehr oder LKW-Verkehr künftige Anforderungen erfüllen kann.

Bürgermeister, Kreispolitiker und der Landtagsabgeordnete Martin Hahn könnten sich für eine Gleichbehandlung von Fahrgästen im Bodenseekreis engagieren. Das bedeutet, dass auch im Bodenseekreis eine sogenannte Taskforce für die fünf Kernbereiche Fahrzeuge, Personal, Pünktlichkeit, Fahrplan und stabiler Betrieb sowie im Störfall für das Verteilen von Gutscheinen oder den Ausgleich von Forderungen aus der Mobilitätsgarantie die Verantwortung übernimmt. Im Raum Stuttgart entschuldigte sich die DB Regio mit einer Gutscheinaktion bei besonders betroffenen Fahrgästen auf der Rems- und Frankenbahn.
Es ist nicht zu erwarten, dass ein Busersatzverkehr die unerträglichen Zustände im Bereich der Bodenseegürtelbahn auch nur minimal verbessert, solange er die Fahrgäste aus Überlingen, Uhldingen-Mühlhofen, Bermatingen und Salem nicht beachtet und den Pendelverkehr zwischen Friedrichshafen und Markdorf ohne Rücksicht auf Berufspendler aus dem Handel und deren Kunden, besonders im abendlichen Rückreiseverkehr, berücksichtigt. Da eine kurzfristige Besserung nicht zu erwarten ist, sollten unsere Berufspolitiker ein Entschädigunsmodell beschließen, statt über Diätenerhöhungen zu debattieren oder über Rechtfertigungsgründe für ihre Fehlleistungen nachzudenken.

 

 








 


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