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Mobil vor Ort mit der Relex Flotte aus Stuttgart

 

 

Pressemitteilung
Gastgeber Uhldingen Mühlhofen e.V. (GUM e.V.)
14. Januar 2017

 

Mobil vor Ort mit der Relex Flotte aus Stuttgart

Wie arbeiten an neuen, modernen Ideen für den Bodenseekreis unter besonderer Berücksichtigung der Teilorte und Hinterlandgemeinden. Die Millionen teure Echt Bodensee Card (EBC) der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) und das elektronische Fahrgeldmanagement von bodo werden nicht in der Lage sein einen zuverlässigen Nahverkehr anzubieten. Das zeigen die Presseberichte der letzten Wochen. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Gemeinden weitere Millionen an die DBT überweisen. Im Gegenteil die DBT verschärft das Problem ohne Rücksicht auf Verluste, weil nur noch mehr Fahrgäste von der Beförderung wegen Überfüllung ausgeschlossen werden und das Angebot von kostenlosem Nahverkehr sich als Mogelpackung erweist.

Instandsetzung und Modernisierung zeigen vielleicht ab 2030 erste Erfolge. Obwohl es schon 1992 Bemühungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für ein Projekt Bodensee-S-Bahn gab, 2004 ein Konzept der Initiative Bodensee-S-Bahn vorgestellt wurde und eine neue Studie der sma seit 2016 vorliegt.

Was haben die Einwohner der Seegemeinden von fabrikneuen Bussen, die in Stuttgart in der Garage stehen? Für drei Millionen Euro hat die Firma Schlienz 13 Busse der neuesten Generation angeschafft, von denen drei als Ersatzbusse in der Garage stehen. Die 13 Busse fahren unter dem Namen RELEX, werden mit 2,1 Millionen vom Verbund Stuttgart und einem Defizitausgleich des Landes finanziert. RELEX nach Radolfzell und Schluss mit der Echt Bodensee Card lautet unsere Forderung, denn die 600.000 Euro (2017) aus dem Verlustgeschäft Deutsche Bodensee Tourismus wären für den Busverkehr besser angelegt.

Die Busse könnten ohne große Probleme im Ersatzverkehr Radolfzell / Friedrichshafen verkehren. Der Betrieb einer Linie kostet den Regioverband Stuttgart etwa 700.000 Euro. Ein Betrag der sich durch Fahrgeldeinnahmen und Landeszuschuss reduziert. Unsere Frage an Minister Hermann, warum stehen die neuen Busse in einer Stuttgarter Garage und entlasten die Bodenseegürtelbahn nicht? Wenn die Bahn die Leistung nicht bringt, auch aus dem Grund, dass Politiker sich den Lobbyisten der Autoindustrie ausgeliefert haben, könnte man doch zumindest zeitweise auf diese Busse, bis zur Instandsetzung und Modernisierung der Bahn, zurück greifen. Ein ebenso komfortabler Zug verfügt heute als dreiteilige Variante über 163 Sitzplätze, fünfteilig 273 Sitzplätze und Platz für Gepäck, Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder und ist damit dem Busverkehr deutlich überlegen.

Da steht die Frage im Raum, warum der Landtagsabgordnete Martin Hahn, Bündnis 90/ Die Grünen oder seine Parteifreundin Hecht-Flur nicht längst aktiv geworden sind. Auch die SPD könnte, unterstützt von CDU, FDP und Freien Wählern, mit der Forderung nach einem besseren und vor allem Kosten günstigeren ÖPNV bei Berufspendlern und Schüler*innen Beachtung und Unterstützung finden. Im übrigen wird nicht erkennbar, wie Strafzahlungen oder Geld für nicht erbrachte Leistungen der Deutschen Bahn an den Landeshaushalt eine Verbesserung bringen, es sei denn, sie würden als zweckgebundene Mittel in den Kauf neuer Züge fließen.

 

 








 


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