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Gästekarte für den Bodensee ein Flop

 

 


Sehr geehrter Herr Bäßler!
Sehr geehrte Damen und Herren der Stuttgarter Zeitung!
Sehr geehrte Leser dieser Mail!

Der Artikel in der Stuttgarter Zeitung "Gästekarte für den Bodensee ist ein Flop" und der Kommentar in der Printausgabe mit dem Titel "Selbstblockade" und online mit dem Titel "Unter der Glocke" zeigt auf, dass viele Hintergrundinformationen fehlen.

Der Artikel suggeriert dem Leser einseitig, dass wir gegen alles sind. Das ist aber komplett falsch. Wir setzten uns vehement für ein bessere Karte (siehe weiter unten VHB) und gegen das sinnlose und fahrlässige verbrennen von Steuergeldern (1,2 Millionen Euro) ein.
Unsere konstruktiven Vorschläge finden leider kaum Zugang zur breiten Öffentlichkeit.

Die eigentlichen Zusammenhänge und Fakten werden dem Leser nicht vermittelt.

Vermutlich ist gar nicht bekannt, dass die Gastgeber von Uhldingen-Mühlhofen sich mit einer Normenkontrollklage gegen die zwangsweise Einführung einer elektronischen Gästekarte wehren und dass sich die Gastgeber aus Langenargen und Hagnau dem angeschlossen haben. Sicherlich ist auch nicht bekannt, dass die verpflichtende elektronische Meldung ab dem 01.01.2017 wegen fehlender Rechtsgrundlage bis auf weiteres gestoppt wurde.

Ist die Kooperationsvereinbarung der DBT mit den Kommunen bekannt?
Wohl kaum. Die meisten Gemeinderäte im Bodenseekreis kennen sie nicht und/bzw. haben sie noch nie gelesen. Selbst Bürgermeister geben zu, diese Vereinbarung nur quergelesen zu haben.

Mehr Infos im PROTOKOLL zur Vermieterversammlung des Forums Langenargen am 07.12.2016 unter
http://www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de/aktuelles/2016_12_12-forum_langenargen_protokoll_zur_vermieterversammlung_am_07_12_2016.html
und noch ausführlicher unter
http://www.forum-langenargen.de/Buergermeinungen/2016/

Bitte recherchieren sie einmal folgende Zusammenhänge:
Monopolstellung der Firma Geios
Dass Herr Feustel, mit der Firma WIIF, Berater des Landratsamtes Friedrichshafen war/ ist und die Ausschreibung zur EBC mit der Firma Geios gewonnen hat, sollte allgemein bekannt sein. Auch ist allgemein bekannt, dass die Ausschreibung so auf die Firma Geios zugeschnitten war, dass die meisten Konkurrenten kein Angebot abgegeben haben, da sie schon von vorne herein keinerlei Aussicht auf Gewinn der Ausschreibung gesehen haben.

An dieser Stelle sei noch einmal an die Veranstaltung im Feuerwehrhaus Oberuhldingen vom 12.07.2016 erinnert.
Frage:
"Ist Herr Feustel, als EBC Berater des Bodenseekreises, auch an der Ausarbeitung der EBC-europaweiten Ausschreibung beteiligt?
Ist er, oder eine mit ihm in Verbindung stehende Organisation, gleichzeitig Anbieter im EBC Projekt oder soll er gar den Zuschlag bekommen?"
Die Sprecherin des Landratsamtes hat, mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren, eine Antwort nicht erlaubt.
Anmerkung: Das Ergebnis der Ausschreibung war den Insidern zu diesem Zeitpunkt schon bekannt.

Ist auch bekannt, dass die Gastgeber über die EBC durch die DBT zur Zwangsmitgliedschaft
bei HRS (größtes Hotelbuchungsportal Deutschlands) praktisch gezwungen werden?
Definitiv wird jede teilnehmende Gemeinde an der EBC die Daten ihrer Vermieter an die DBT und somit an HRS melden.
Entsprechende anonyme Mails sind hier eingegangen und recherchiert worden.
Bei der Vermittlung von Gästen werden dann 12% Provision verlangt.
Wissen sie wer die Gründer der Firma Geios sind?
Laut Internet Herr Feustel und Herr Frischkorn.
Wissen sie, dass Herr Frischkorn von April 2010 bis August 2015 Co-founder & CTO der Holiday Insider AG war?
Wissen sie, dass Holiday Insider an HRS verkauft wurde?
Quelle u.a.: https://www.xing.com/profile/Michael_Frischkorn
Herr Feustel spricht von "Marktbereinigung"!
Ist es das was am Bodensee gewollt wird?
Die Hotel- und Campingketten machen das Geschäft und die Kleinen müssen aufhören?

Der Landkreis Konstanz hat sich schon von Anfang an gegen die EBC ausgesprochen und das aus gutem Grund.
Mehr dazu im Südkurierartikel vom 03.05.2016 "Touristiker streiten über Bodensee-Card"
http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/Touristiker-streiten-ueber-Bodensee-Card;art372432,8691941
Zitat:
"Die Gegner der EBC bemängeln, dass diese schwer praktikabel sei: Tourismusanbieter müssten in Chip-Lesegeräte investieren, Betrieb und Verwaltung einer EBC koste Kommunen einen Euro, der einer VHB-Karte nur 40 Cent; die EBC mache den Gast gläsern. Und: Die Zukunft gehöre nicht etwa Card-Systemen, sondern der Smartphone-basierten Technologie, etwa über QR-Codes, die es heute schon auf der VHB-Karte gebe." Zitat Ende.

Die VHB Karte wird von uns allen favorisiert. Hier nur ein paar Vorteile: Die VHB hat sich schon über viele Jahre im Einsatz bewährt. Sie ist viel günstiger als die EBC. Es gibt keine Probleme mit dem Datenschutz. Kein arbeits- und kostenintensives Pfandsystem.

Von der Presse leider unbemerkt haben wir bei unseren Veranstaltungen immer wieder die beiden Karten VHB # EBC vorgestellt und das führ und wider erklärt. Gerne kann Ihnen eine entsprechende Power Point Präsentation zugesandt werden.

Dazu kommt: Im Landkreis Konstanz wird kein Zwang zur elektronischen Meldung ausgeübt. Da darf jeder Gastgeber frei entscheiden was für ihn wirtschaftlich das Beste ist.

Vehement setzten wir uns für eine Verbesserung des ÖPNV am Bodensee ein. Ein ÖPNV der zuerst einmal den Einheimischen, vorne weg den Bedürftigen, den älteren Menschen, den Jungen, den Berufspendlern und Schülern zu gute kommt.
Siehe dazu unsere Artikel:
"Neuer bodo Tarif soll Menschenleben retten"
http://www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de/aktuelles/neuer-bodeo-tarif-soll-menschenleben-retten-projekt-schneehas-2016.10.23.html
"bodo Rabatt-Card für 2.000 MitbürgerInnen"
http://www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de/aktuelles/2016_11-bodo-rabatt-card-gratis-fuer-2000-mitbuerger-mitbuergerinnnen.html
"Bahn- und Busfahrscheine aus dem Tafel Laden ?"
http://www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de/aktuelles/2016_12_05_bahn-und-busfahrscheine-aus-dem-tafel-laden.html

Wenn man heute im Winter, d.h. fast ohne Touristen, den Verkehr beobachtet stellt man fest, dass das Verkehrsaufkommen kaum geringer ist als im Sommer. Wer von Unteruhldingen nach Oberuhldingen fährt, sieht an der B 31 - Baustelle nur Kolonnen von LKWs aus ganz Europa (4 bis 6 hintereinander) und PKWs aus der Region mit fast ausschließlich einer Person an Bord.

Im Sommer kommt am Wochenende der Touristen-Durchgangsverkehr nach Südeuropa hinzu. Und dieser Verkehr, auch mit einer EBC, bleibt.

Stuttgart: trotz Feinstaubalarm und der Bitte der Stadtverwaltung deswegen vom Auto auf ÖPNV umzusteigen, ist kaum einer der Aufforderung nachgekommen. Man überlegt ob nächstes Jahr ein Fahrverbot erlassen wird.
ÖPNV-Werbung in Stuttgart:
"An Feinstaubalarm-Tagen können Erwachsene mit einem VVS-EinzelTicket zum Kinderpreis fahren."
http://www.vvs.de/feinstaubalarm/

Als Quintessenz aus diesen Beobachtungen kann man ableiten, dass die Gäste, die zu uns im Sommer kommen auch nicht auf ihr "Heilig's Blechle" verzichten werden, zumal sie ihr Fahrrad mitbringen. Vielleicht wird der Bodenseekreis, wenn die Gäste das tolle Angebot der angeblich kostenfreien Benutzung von Bus und Bahn nicht annehmen, aus Solidaritätsgründen ein Fahrverbot für die Gäste erlassen?

Es bleibt die Hoffnung, dass die hier Angeschriebenen mit diesen, immer noch sehr kurz gefassten, Informationen, ein wenig mehr für dieses Thema sensibilisiert werden konnten und dadurch der Weg frei ist für eine zeitnahe und ergänzende Berichterstattung. Eine Berichterstattung die dem Leser nicht nur einseitig ein falsches Bild von Total-Verweigerern vorgaukelt, sondern sich seriös mit den obig aufgeführten Fakten beschäftigt.

 

 








 


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