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Bahn- und Busfahrscheine aus dem Tafel Laden ?

 

GUM e.V., Uhldingen-Mühlhofen, 05. Dezember 2016

Sie haben kein ausreichendes Geld für den Lebensunterhalt und der Besuch einer Tafel ist ihnen wegen der Entfernung nicht möglich. Es gibt viele Arme in den Gemeinden am Bodensee. Geht es nach den Vorstellungen des Landrat Wölfle fahren Touristen ab Januar 2017 kostenlos mit Bussen und Bahnen im Bodenseekreis. „Für uns (Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.) ist das ein Skandal, dass sich keine Partei, nicht einmal Sozialdemokraten oder DIE LINKE für eine wirksame Verbesserung der Lebenssituation armer, besonders alter Menschen einsetzen“, und weiter „da gibt man Lebensmittel an Tafel Läden und die sind für die Menschen unerreichbar, weil die Hin - und Rückfahrt, mit den sogenannten Erlebnis Bussen, 5,00 Euro kostet.“

Verschiedene Anfragen wurden an das Landratsamt oder Gemeindevertreter gerichtet. Es geht um Millionen teure Fehlinvestitionen in die Tourismuswerbung. In unserer 8000 - Seelen-Gemeinde fahren zwei, Buslinien in jeder Saison. Der Preis der Fehlinvestition ist für Uhldingen-Mühlhofen hoch und für die verschuldete Nachbarstadt Meersburg heftig. Inzwischen gibt es im Gemeinderat  wenigsten einen Menschen, der die Umwandlung von 68.000 Euro Bereitstellungskosten für Busse in Gratisfahrten verstanden hat und „attraktiv“ findet. Voraussetzung wäre allerdings, dass der Verkehrsverbund bodo eine Verrechnung der sogenannten Bereitstellungskosten mit Gratisfahrten überhaupt zuließe.

Irrsinn ist steigerungsfähig! Der Vorwurf zielt auf das Landratsamt und deren Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT). Die Gesellschafter der DBT, darunter mit 70% der Bodenseekreis, sollen in den kommenden Jahren tiefer in die Tasche greifen und für 2017 dann 576 000 Euro überweisen. Den Gesellschafterzuschüsse genannten jährlichen Mittelbereitstellungen von 425.000 Euro (seit 2013) folgte ein Kredit von 1,2 Millionen Euro. Im Wirtschaftsausschuss glaubt man, nach den Erfahrungen mit dem Flughafen Friedrichshafen, immer noch an Peanuts. Es geht hauptsächlich um das Verschenken von Bahn- und Busfahrscheinen an Touristen durch die DBT. Wie aber sieht die Gegenleistung der DBT für den finanziellen Aufwand aus? Fragen der Gastgebervereinigung werden mager beantwortet und dokumentieren die Wirkungslosigkeit, des von den GRÜNEN initiierten Informationsfreiheitsgesetzes. „Es ist doch absehbar, dass die teilnehmenden Gemeinden in den nächsten Jahren nur die Verbindlichkeiten der DBT abtragen müssen und die Vermieter da nicht mitmachen wollen.“ Ökologisch sinnvoll wäre den ÖPNV für Berufspendler durch günstige Preise und verbesserte Qualität attraktiv zu machen. Sozial sinnvoll wären Angebote von kostenlos bis preisgünstig für Aufstocker und Sozialleistungsempfänger ohne bisherigen Verwaltungsaufwand. Wenn wir die Arbeitsleistung für die Verteilung von Lebensmitteln, vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit sehen, ist es doch nur eine sinnvolle Weiterentwicklung, freie Fahrplätze in Bahnen und Bussen zu verschenken oder gegen geringe Gebühr abzugeben. Wenn eine Bus- oder Zugverbindung dauerhaft nur wenig ausgelastet ist, könnten mindestens 50%  der freien Plätze über soziale Einrichtungen verteilt werden. Es würde ganz sicher die Bereitschaft zu gemeinnütziger Tätigkeit steigern, die Teilnahme oder den Besuch von Bildungsstätten ermöglichen. Dafür müssten sich DIE GRÜNEN, DIE LINKE oder Sozialdemokraten nur bewegen.

 

 








 


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