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bodo Rabatt Card:

Gratis für 2000 MitbürgerInnen

 

 

bodo Rabatt Card: Gratis für 2000 MitbürgerInnen
Uhldingen-Mühlhofen 03.11.2016 – GUM

Für eine bessere Auslastung des ÖPNV fordert der neue Gastgeberverein die Ausgabe von zunächst 2.000 kostenlosen bodo Chipkarten in der Saison 2017 für die Einwohner von Uhldingen-Mühlhofen und Meersburg.

"Wir erhoffen davon eine bessere Inanspruchnahme der Sonderbuslinien in der kommen-den Saison", so ein Sprecher des Vereins. "Wer zusehen musste, dass in der Saison von März bis Oktober, nahezu alle Sonderbusse, in Uhldingen-Mühlhofen fast leer fuhren, der zweifelt am wirtschaftlichen Verständnis von Bürgermeister und Gemeinderat".

Die vorjährige Einführung der Erlebnisbus-2-Strecke von Unteruhldingen über Mühlhofen und Gebhardsweiler nach Meersburg wurde scheinbar über einen Sonderzuschuss aus der Gemeindekasse an die Tourist Information Uhldingen-Mühlhofen in Höhe von 40.000 Euro mitfinanziert. Die Stadt Meersburg zahlte selbst 28.000 Euro und zweifelt inzwischen stark an der Wirtschaftlichkeit der Sonderbuslinie. Dazu fürchtet Meersburg den Wegfall des bisherigen Landeszuschusses in Höhe von 10.000 Euro und damit eine weitere Belastung der Gemeindekasse. Die auch Uhldingen-Mühlhofen treffen würde.

Insgesamt könnten an die Einwohner versuchsweise Gratiskarten im Gesamtwert von 78.000 Euro ausgegeben werden. Die Grundkosten der Chipkarte liegen bei einem Euro und für Guthaben stünden noch 76.000 Euro zur Verfügung. Das wären 38 Euro für Fahrten in der Saison 2017, die für eine bessere Umweltbilanz, einen guten Zweck und nachhaltiges Wirtschaften stehen. Die Karten könnten, mit dem Guthaben durch bodo aufgeladen, im Bürgerbüro gegen Vorlage des Personalausweises abgeholt werden.

"Wer jetzt meint, wir hätten völlig den Verstand verloren, kann das Projekt in einer unserer Gaststuben beim Feierabendhock nachrechnen", empfiehlt der Vereinssprecher. "Es ist doch eine Schande, dass der Staat uns Bürgern über Steuern und Abgaben 53% von jedem Euro abnimmt und wir von Januar bis Juli nur für das Finanzamt, Kranken-, Renten-, Pflege
-versicherung und Soli arbeiten. Dazu rechnen müsste man die zahllosen Sonderabgaben, etwa bei Strom. Das gesparte Geld könnte man besser für einen Einkauf im Dorfladen oder einen gemütlichen Gasthausbesuch im grauen Herbst verwenden. Es bedarf keiner kostspieligen Förderprogramme, wie das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum oder das ECHT BODENSEE CARD genannte Bürokratie Monster. Wenn den Menschen genügend Geld im Portemonnaie bleibt und ihnen so die Jagt nach Rabatten erspart wird, ist damit schon ein behagliches Wohlgefühl verbunden. Was ist denn ein wirklicher Mehrwert für die Gemeinde, wenn alle den Ärger über leere Bahnen und Busse bejammern oder wenn sie, wie in "alten Zeiten" nach dem Frühschoppen fröhlich und beschwingt nach Hause schweben.

Es gäbe natürlich eine weitere Alternative. Uhldingen-Mühlhofen verzichtet auf die Sonderbuslinien und baut mit der Ersparnis einen weiteren Radweg aus. Von der Linzgaustraße bis zum EDEKA Getränkemarkt. Der Landkreis strebt für die Zukunft eine Radfahrer-Quote von über 20% an.

 

 

 








 


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